Donnerstag, 16. November 2017

Frisch aus der Gerüchteküche

Ab März soll es, wenn man den belgischen Medien glauben will, wieder Fährverkehr zwischen Ostende und Ramsgate geben.Vorerst nur LKW. 

Dazu sollen drei Schiffe eingesetzt werden. Nun fragen sich alle, welche Schiffe das sein sollen, denn an die Anleger passen nur die üblichen Kandidaten, die auch zwischen Dünkirchen bzw. Calais und Dover im Einsatz sind oder waren. Die sind aber entweder nicht zu haben - P&O werden sich wohlweißlich hüten - oder unterdessen verschrottet: Larkspur, Gardenia, Pride of Calais/Dover usw.

Der einzige Name, den man liest und hört, ist die Nord-Pas-de-Calais, die in Spanien kurze Zeit als Al Andalus Express nach Marokko im Einsatz war und dort seither zum Verkauf steht. 

In Ramsgate herrscht zu dem Thema Funkstille. Und auch wir werden wie üblich glauben, was wir sehen, wenn wir es sehen. 

Dienstag, 14. November 2017

Neues von EyeTV

Leider nix Gutes. Nach dem Update auf die neuste Version (7521) wurden meine beiden EyeTV Sat Free von der Software nicht mehr erkannt. Zurück zur vorherigen Version (7520) und jetzt geht alles wieder. 

Da haben sie bei Geniatech wohl einen Bock geschossen. Ich will erst einmal nicht annehmen, dass sie mich mit meiner gerade zwei Jahre alten Hardware schon aussperren wollen.

Nachtrag, 19.11.: Mit Version 7522 geht es wieder. Hatten sich wohl zu viele beschwert...

Samstag, 28. Oktober 2017

Des einen Freud...

Seit der Räumung des Dschungels in Calais im Oktober 2015 verzeichnen die örtlichen Baumärkte einen merklichen Umsatzrückgang, meldet Nord Littoral.

Dienstag, 17. Oktober 2017

Großmutter fliegt aus dem Supermarkt

In Belgien sollen bei industriell produzierten Lebensmitteln Bezeichnungen wie "nach Großmutters Art", "nach Meisterart", "nach altem Rezept" usw., die auf eine handwerkliche Fertigung hindeuten, künftig verboten werden. 

Verbraucherschützer argumentieren, dass diese Begriffe in keiner Weise definiert sind und  dem Verbraucher nur Eigenschaften vortäuschen sollen, die gar nicht vorhanden sein können. 

Hinweise auf eine handwerkliche Fertigung (fabrication artisanale) dürfen dann nur noch auf Produkten erscheinen, die keine Zusatzstoffe enthalten und tatsächlich nur in kleinen Mengen produziert werden.

Quelle: La Meuse

Montag, 9. Oktober 2017

FIP tut was

Über die FIP-App unter IOS kommt mit der neusten Version der Stream mit AAC 192 kbps, wenn man über WLAN zugreift.

Sonntag, 1. Oktober 2017

Seven Sisters

Das ging aber schnell. Gestern Saisonende in Dieppe, und schon heute klopft die Seven Sisters hier in Dünkirchen ans Schleusentor, um zu überwintern.

Nun liegt sie am Quai Freycinet 8, bis sie im März oder April wieder zum Einsatz kommt.

Dunkerque (59), 1.10.2017 - Pentax K-3, 55-300 mm

Samstag, 30. September 2017

Sainte-Denise-Louise

Dieses Schiff, soweit man das noch so nennen kann, liegt seit vielen Jahren in Dünkirchen im Hafen, neben dem Gebäude von Jokelson & Handtsaem. Ich hatte lange angenommen, es sei irgendein unvollendetes Jugendprojekt, um ein historisches Schiff nachzubauen. Völlig aus der Welt ist sowas hier nicht, denn in Gravelines bauen sie seit Jahren an der Jean Bart, einem Nachbau eines französischen Kriegsschiffs aus dem 17. Jahrhundert. Auch da werden die meisten derjenigen, die heute daran bauen, die Fertigstellung kaum erleben.

Nun hat ein Artikel in der Voix du Nord von heute die ganze Sache mit dem Schiff aus dem Bild oben aufgeklärt. Es ist die Sainte-Denise-Louise, ein in den 1930er Jahren gebautes ehemaliges Fischerboot aus Dünkirchen. 

Das Besondere daran ist, dass sie das letzte in Dünkirchen überlebende Little Ship aus der Operation Dynamo von 1944 ist, als fast 340.000 britische und französische Soldaten, die von den Deutschen eingeschlossen worden waren, mit allem, was irgendwie schwamm und fortbewegungsfähig war, über den Kanal nach Dover evakuiert wurden. Gerade letztens ist zu diesem Thema der Kinofilm Dunkirk von Christopher Nolan in die Kinos gekommen.

Die Sainte-Denise-Louise war nach der Operation Dynamo noch eine Weile zur Minensuche und schließlich wieder als Fischerboot eingesetzt worden, bevor sie in den 50er Jahren in einem Winkel des Hafens sich selbst überlassen wurde. 

In den 80er Jahren haben zwei örtliche Enthusiasten versucht, das Schiff zu restaurieren, sind aber am Aufwand und an den Kosten gescheitert. Heute gehört es der Stadt und ist als Kulturdenkmal eingetragen. 

Die Stadt hat vor einiger Zeit einen Gutachter nachsehen lassen, ob noch etwas zu retten sei. Das Ergebnis ist denkbar ungünstig ausgefallen. Nun sucht man nach einem Verein oder einer Initiative, die bereit wären, die Arbeit und die Kosten zu übernehmen. Früher oder später muss es da, wo es jetzt liegt, nämlich weg, denn der Bereich wird gerade für viel Geld aufgehübscht. 

So sieht es, wenn nicht noch ein Wunder passiert, schlecht aus für die Sainte-Denise-Louise.

Foto: Dunkerque, 30.9.2017 - Pentax K-3, 18-135 mm