Montag, 9. Oktober 2017

FIP tut was

Über die FIP-App unter IOS kommt mit der neusten Version der Stream mit AAC 192 kbps, wenn man über WLAN zugreift.

Sonntag, 1. Oktober 2017

Seven Sisters

Das ging aber schnell. Gestern Saisonende in Dieppe, und schon heute klopft die Seven Sisters hier in Dünkirchen ans Schleusentor, um zu überwintern.

Nun liegt sie am Quai Freycinet 8, bis sie im März oder April wieder zum Einsatz kommt.

Dunkerque (59), 1.10.2017 - Pentax K-3, 55-300 mm

Samstag, 30. September 2017

Sainte-Denise-Louise

Dieses Schiff, soweit man das noch so nennen kann, liegt seit vielen Jahren in Dünkirchen im Hafen, neben dem Gebäude von Jokelson & Handtsaem. Ich hatte lange angenommen, es sei irgendein unvollendetes Jugendprojekt, um ein historisches Schiff nachzubauen. Völlig aus der Welt ist sowas hier nicht, denn in Gravelines bauen sie seit Jahren an der Jean Bart, einem Nachbau eines französischen Kriegsschiffs aus dem 17. Jahrhundert. Auch da werden die meisten derjenigen, die heute daran bauen, die Fertigstellung kaum erleben.

Nun hat ein Artikel in der Voix du Nord von heute die ganze Sache mit dem Schiff aus dem Bild oben aufgeklärt. Es ist die Sainte-Denise-Louise, ein in den 1930er Jahren gebautes ehemaliges Fischerboot aus Dünkirchen. 

Das Besondere daran ist, dass sie das letzte in Dünkirchen überlebende Little Ship aus der Operation Dynamo von 1944 ist, als fast 340.000 britische und französische Soldaten, die von den Deutschen eingeschlossen worden waren, mit allem, was irgendwie schwamm und fortbewegungsfähig war, über den Kanal nach Dover evakuiert wurden. Gerade letztens ist zu diesem Thema der Kinofilm Dunkirk von Christopher Nolan in die Kinos gekommen.

Die Sainte-Denise-Louise war nach der Operation Dynamo noch eine Weile zur Minensuche und schließlich wieder als Fischerboot eingesetzt worden, bevor sie in den 50er Jahren in einem Winkel des Hafens sich selbst überlassen wurde. 

In den 80er Jahren haben zwei örtliche Enthusiasten versucht, das Schiff zu restaurieren, sind aber am Aufwand und an den Kosten gescheitert. Heute gehört es der Stadt und ist als Kulturdenkmal eingetragen. 

Die Stadt hat vor einiger Zeit einen Gutachter nachsehen lassen, ob noch etwas zu retten sei. Das Ergebnis ist denkbar ungünstig ausgefallen. Nun sucht man nach einem Verein oder einer Initiative, die bereit wären, die Arbeit und die Kosten zu übernehmen. Früher oder später muss es da, wo es jetzt liegt, nämlich weg, denn der Bereich wird gerade für viel Geld aufgehübscht. 

So sieht es, wenn nicht noch ein Wunder passiert, schlecht aus für die Sainte-Denise-Louise.

Foto: Dunkerque, 30.9.2017 - Pentax K-3, 18-135 mm

Samstag, 23. September 2017

...der baggert noch

Wer einen Tiefwasserhafen für die ganz großen Containerpötte hat, der kann mit dem Baggern, wenn er hinten fertig ist, vorn gleich wieder anfangen. Der Schwimmbagger Daniel Laval sorgt dafür, dass im Westhafen von Dünkirchen auch die ganz Großen mit über 16 m Tiefgang immer genug Wasser unter dem Kiel haben. 

Dunkerque (59), 23.9.2017 - Pentax K-3, 18-135 mm

Donnerstag, 14. September 2017

14.11.: Melanie de Biasio in Köln im Stadtgarten

Es gibt nur Stehplätze.  17.12. in Brüssel ist schon ausverkauft. 

Mist!!!

Nachtrag, 19.9.: Ich habe extra noch mal beim Stadtgarten angerufen. Nix zu machen. 

Montag, 11. September 2017

Kalbsfiffiff mit Nuschelsoße

Das Restaurant ist gut besetzt, die Unterhaltung an den Nebentischen ist lebhaft. Es bedient ein 17jähriges Mäuschen, das kaum die Zähne auseinander kriegt und einem keine Sekunde lang in die Augen sehen kann.

"Was gibt es denn als Tagesgericht?"
"Kalbs... fiffiff... mit Nuschel... soße."
"Pardon?"
"Kalbs... fiffiff... mit Nuschel... soße."
"Ich habe Sie immer noch nicht verstanden."
"Kalbs... fiffiff... mit Nuschel... soße."
"Na gut, bringen Sie die Karte."

Sonntag, 3. September 2017

Elac Miracord 50H II

So feine Sachen haben sie in Deutschland mal gebaut. Dieser vollautomatische Hifi-Plattenwechsler ist Ende der 70er Jahre im Werk der Firma Elac in Kiel entwickelt und gefertigt worden. Er läuft heute noch wie ein Uhrwerk.







Dienstag, 15. August 2017

1722

Das Königliche Meteorologische Institut warnt für heute vor heftigen Gewittern. Daher wird erstmals die neue belgische Notrufnummer 1722 aktiviert. Diese Nummer wird nur bei drohenden Unwetterlagen freigeschaltet. Sie soll die 112 von den vielen Anrufen wegen vollgelaufender Keller und umgestürzter Bäume entlasten, die sonst binnen kurzer Zeit die Notrufzentralen überlasten. 

Mittwoch, 12. Juli 2017

Aufruhr im Dachgeschoss

In Belgien ist bekanntlich alles etwas komplizierter. So gibt es dort drei Regionen, nämlich Flandern, die Wallonie und Brüssel. Die Regionen sind für gebietsbezogene Themen wie Wirtschaft, Arbeit, Landwirtschaft, Energie, Verkehr (mit Ausnahme der Staatsbahn SNCB) Umwelt, Raumordnung und Städtebau, Naturschutz, Außenhandel und die untergeordneten Gebietskörperschaften zuständig. 

Dazu gibt es drei Gemeinschaften für die drei Landessprachen: die Flämische Gemeinschaft, die Französische Gemeinschaft (die heißt wirklich so, nicht etwa französischsprachig) und die Deutschsprachige Gemeinschaft. Diese Gemeinschaften sind für die Dinge zuständig, die mit den Bewohnern und ihrer Sprache zusammenhängen: Kultur, Bildung, den Gebrauch der Sprachen, Gesundheit, Jugendschutz usw. 

Der Rest, also Finanzen, Verteidigung, Außenpolitik usw., ist Sache der föderalen Ebene.  

Alle Regionen und Gemeinschaften haben eigene Parlamente oder Räte, womit wir einschließlich des föderalen Parlaments auf sieben Parlamente mit entsprechenden Heerscharen von Ministern, Ministerialbeamten usw. kommen. 

Das ist aber immer noch zu einfach. Die Gemeinschaften entsprechen in ihren Gebieten nicht unbedingt den Regionen. So gibt es keine deutschsprachige Region, denn das Gebiet der Deutschsprachigen Gemeinschaft ist Teil der Wallonie.

Das behagt den Germanophonen schon länger nicht mehr, denn eigentlich wären sie auch gern eine Region. Immerhin haben sie es - unter geschickter Ausnutzung des Dauerstreits zwischen Flamen und Wallonen - geschafft, einiges an Kompetenzen in ihre Zuständigkeit zu ziehen. Um dem Ganzen auch nach außen hin etwas mehr den Anstrich einer eigenen Region zu geben, haben sie unlängst im wallonischen Parlament beantragt, an ihren 'Grenzen' Schilder mit der Aufschrift "Willkommen in Ostbelgien" aufzustellen.

Überhaupt sei Ostbelgien eine viel bessere Bezeichnung, zumal die Abkürzung DG für Deutschsprachige Gemeinschaft ständig mit Dolce&Gabbana oder Dachgeschoss verwechselt würde. 

Regionalminister für öffentliche Arbeiten, Maxime Prévot, lehnte dieses Ansinnen mit der Begründung ab, die Deutschsprachigen seien schließlich auch Wallonen, die halt Deutsch sprächen. 

Das hätte er nicht sagen dürfen, und das Geschrei in Ostbelgien ist mittlerweile so groß, dass es sogar die taz - die schon fröhlich von einer Region schreibt - und die Tagesschau erreicht hat. Daher und zur Klarstellung dieser kleine Artikel mit Hintergrundinformationen. 

Ach ja, noch der Vollständigkeit halber: die Region Brüssel Hauptstadt hat knapp 1.2 Mio. Einwohner, Flandern rund 6,5 Mio. und die Wallonie etwa 3,6 Mio, davon etwas über 70.000 deutschsprachige Bürger, also etwa so viele Einwohner wie Troisdorf bei Köln. 

Dienstag, 11. Juli 2017

Das ganze Jahr Weihnachten

Mag sein, dass er mir nur noch nicht aufgefallen war, aber die RTBF hat ganzjährig einen Webstream mit Weihnachtsmusik:

Noël: https://radios.rtbf.be/wr-noel-128.mp3

Frohlocket!

RTBF: Doch noch MP3

Die MP3-Streams der RTBF-Hörfunkprogramme sind doch noch da. Es haben sich nur alle Adressen geändert:

La Première:

https://radios.rtbf.be/laprem1ere-128.mp3

Vivacité:
https://radios.rtbf.be/vivabxl-128.mp3
https://radios.rtbf.be/vivacharleroi-128.mp3
https://radios.rtbf.be/vivahainaut-128.mp3
https://radios.rtbf.be/vivaliege-128.mp3
https://radios.rtbf.be/vivanamurbw-128.mp3
https://radios.rtbf.be/vivalux-128.mp3


Pure:
https://radios.rtbf.be/pure-128.mp3


Classic 21:
https://radios.rtbf.be/classic21-128.mp3


Musiq 3:
https://radios.rtbf.be/musiq3-128.mp3


BRF 1:
https://radios.rtbf.be/brf1-128.mp3

BRF 2:
https://radios.rtbf.be/brf2-128.mp3


RTBFi:
https://radios.rtbf.be/rtbfi-128.mp3


Webradios:
Classic 21 - 60's: https://radios.rtbf.be/wr-c21-60-128.mp3
Classic 21 - 70's: https://radios.rtbf.be/wr-c21-70-128.mp3
Classic 21 - 80's: https://radios.rtbf.be/wr-c21-80-128.mp3
Classic 21 - 90's: https://radios.rtbf.be/wr-c21-90-128.mp3
Classic 21 - Blues: https://radios.rtbf.be/wr-c21-blues-128.mp3
Classic 21 - Metal: https://radios.rtbf.be/wr-c21-metal-128.mp3
Classic 21 - Reggae: https://radios.rtbf.be/wr-eventradio-128.mp3
Classic 21 - Route 66: https://radios.rtbf.be/wr-c21-route66-128.mp3
Noël: https://radios.rtbf.be/wr-noel-128.mp3
Pure 2: https://radios.rtbf.be/wr-pure2-128.mp3
La vie en rose: https://radios.rtbf.be/wr-lavieenrose-128.mp3
Ouftivi: https://radios.rtbf.be/wr-ouftivi-128.mp3

Dienstag, 4. Juli 2017

Neue URL für RTBF-Streams

Die RTBF hat bei ihren Hörfunkprogrammen mal wieder alles auf den Kopf gestellt. Hier sind die neuen URL:

http://lapremiere.ice.rtbf.be/lapremiere-64.aac
http://vivaciteliege.ice.rtbf.be/vivaliege-64.aac
http://musiq3.ice.rtbf.be/musiq3-128.aac

Gemeinerweise ist das ein neueres AAC, das ältere Internetradios, z.B. der DNT IPdio tune, nicht verstehen. Der bisherige MP3-Stream von La Première scheint dieser Aktion komplett zum Opfer gefallen zu sein.

Samstag, 1. Juli 2017

Ehe für Alle rettet analoges Radio

Wohl wegen der Abstimmung über die Ehe für Alle hat es am letzten Freitag das "Vierte Gesetz zur Änderung des Telekommunikationsgesetzes" nicht mehr auf die Tagesordnung des Bundestags geschafft. 

Zur Erinnerung: Das war die Gesetzesvorlage, nach der künftig 'hochwertige' Radios - definiert als alle Radios, die auch den Sendernamen anzeigen - nicht mehr nur mit UKW-Empfang hätten verkauft werden dürfen. Zusätzlich (!) hätte wahlweise ein Empfangsteil für DAB+ oder Internetradio eingebaut sein müssen.

Das ist jetzt erst einmal vom Tisch und alle, die sich seit Monaten über den angeblich bevorstehenden Untergang des Abendla... pardon... des analogen Radios aufgeregt haben, können sich erst einmal wieder setzen.

Dienstag, 27. Juni 2017

Liebe zum Detail

Mit solcher Liebe zum Detail haben sie früher in Belgien Brücken über die Eisenbahn gebaut.

Slijkensesteenweg, Ostende (B) - Pentax K-3, HD-DA 55 - 300 mm

Sonntag, 25. Juni 2017

Mit der Straßenbahn von Antwerpen an die Küste


Nein, die seligen Zeiten der nationalen Kleinbahngesellschaft SNCV (oder NMVB in Flandern) sind nicht wieder zurück und die Fahrten finden per Tieflader ohne Fahrgäste statt. Wie jeden Sommer geht eine Reihe Hermelijn-Triebwagen aus Antwerpen und Gent auf die Reise zur Küstentram, um dort während der Hochsaison als Verstärker eingesetzt zu werden. Insgesamt 13 Stück werden in diesen Tagen nachts nach Ostende gebracht. 

Bevor sie dort zum Einsatz kommen, müssen noch einige Anpassungen vorgenommen werden. Der Stromabnehmer erhält ein breiteres Schleifstück, die Haltestellenanzeige muss umprogrammiert und der Sprechfunk umgestellt werden. Außerdem erhalten die Wagen seitliche Trittbretter, denn sie sind auf Höhe der Einstiege 30 cm schmaler als die an der Küste eingesetzten BN-Triebwagen. Das gäbe sonst an den Haltestellen mit Bahnsteigen zu große Lücken.

Auch der Transport der fast 30 m langen Fahrzeuge ist kein Kinderspiel, oder wie Het Nieuwsblad zu berichten weiß, geen kattenpis. Soso...

Das Foto zeigt einen der beiden Hermelijn, die ganzjährig an der Küste bleiben. Sie werden dort zur Fahrerschulung und wochentags zwischen Ostende und Westende eingesetzt. 

Foto: Ostende (B), 18.4.2017 - Pentax K-3, HD-DA 55-300 mm.

Dienstag, 20. Juni 2017

Pentax: Es geht schon wieder los

Erste Berichte im April, Ricoh könnte sich vom Kamerageschäft trennen, waren noch zurückgewiesen worden. Unterdessen gibt das Unternehmen offiziell zu, in der tiefsten Krise seiner Geschichte zu stecken. Vor allem das Kerngeschäft, Multifunktionsdrucker, ist förmlich implodiert.

Berichte in der asiatischen Finanzpresse, z.B. bei Nikkei, lesen sich mehr als besorgniserregend. 

Laut dem neuen CEO sollen in den nächsten Jahren fast 1 Milliarde Dollar, hauptsächlich im Vertrieb, eingespart werden. Da ist die Versuchung natürlich groß, weniger profitable Bereiche abzugeben oder gleich zu schließen.

Sonntag, 18. Juni 2017

MS Avendre ist abgebrannt

So, wie man ihn auf meinem zehn Jahre alten Foto sieht, hatte der alte Fischkutter jahrelang im Hafen von Herstal gelegen. Ein Lütticher hatte das komplette aus Holz gebaute Schiff vor Jahren gekauft und dann doch nicht die Mittel, es zu restaurieren.

Vor einigen Monaten war es im Rahmen einer Kunstaktion mit Kränen und einem Lastkahn nach Lüttich ans Maasufer gebracht und als Bateau-Vivre mit Obst- und Gemüsepflanzen begrünt worden. Nach dem Ende der Aktion ist es, wiederum per Lastkahn, in den Hafen von Seraing gebracht und dort an Land deponiert worden. 

Da ist es letzte Nacht durch einen  Brand völlig zerstört worden. War ganz bestimmt Selbstentzündung... Hätte doch jedem klar sein müssen, dass man sowas in Seraing nicht einfach liegen lassen kann.

Quelle: La Meuse

Dienstag, 30. Mai 2017

Freies WLAN für alle

Die EU will innerhalb der nächsten drei Jahre dafür sorgen, dass auch das letzte Dorf kostenloses WLAN bekommt - für 120 Mio Euro. 

Irgendwie erinnert das an den König von Württemberg. Der wollte für sein Ländle auch eine Eisenbahn, "und wenn sie Tausend Taler kostet!"

Dienstag, 23. Mai 2017

The Lady is a Tramp

Es gibt wieder neues von den belgischen Damen. Diese hier stapelt auf ihrem Grundstück in Aubel, direkt im Natur- und Wasserschutzgebiet, einen Riesenberg Müll. Das spart Abfallgebühren und ist natürlich wieder ausgesprochen damenhaft. 

Quelle: La Meuse

Montag, 22. Mai 2017

Vor 50 Jahren: L'Innovation

Auf den Tag genau vor 50 Jahren brach im Warenhaus L'Innovation in Brüssel ein Brand aus, der sich rasend schnell durch das gesamte Gebäude ausbreitete. Das 1901 vom Victor Horta entworfene Bauwerk hatte keine nennenswerten Brandschutzeinrichtungen. Es gab keine Sprinkleranlage und viele Notausgänge waren versperrt.

Die örtliche Feuerwehr wurde erst nach einer Viertelstunde alarmiert. Aus weitem Umkreis herangezogene Feuerwehren konnten zum Teil nicht helfen, weil ihre Schläuche nicht an die dortigen Anschlüsse passten.

Schon ein Jahr später wurden in Belgien neue Regeln zum Brandschutz erlassen, in denen Sprinkleranlagen vorgeschrieben und - in Unkenntnis der Risiken - der großzügige Einsatz von Asbest empfohlen wurden.

Heute ist in Brüssel der 251 (andere Quellen sprechen von 323) Menschen gedacht worden, die bei dieser größten zivilen Katastrophe in der belgischen Geschichte ihr Leben verloren haben.

Dienstag, 9. Mai 2017

Bestimmte Erdölprodukte

Die belgische Energiebehörde teilt mit, dass ab morgen bestimmte Erdölprodukte billiger werden: Heizöl, Lampenpetroleum Typ A, B und C sowie Schweröl. Da freuen wir uns aber.

Quelle: La Meuse

Montag, 24. April 2017

Poezenknuffelaars

Das Tierheim im belgischen Ostende sucht Poezenknuffelaars - Miezenknuddler.

Die Idee: viele Katzen werden nur deshalb nicht adoptiert, weil sie den Umgang mit Menschen nicht gewohnt sind, schlecht behandelt wurden oder nur zu scheu sind. Für die suchen sie nun Leute, die sich im Tierheim ein wenig mit ihnen beschäftigen, mit ihnen spielen und kuscheln, damit sie zutraulicher werden. Denn wer schnurrend ankommt, Köpfchen gibt oder wenigstens nicht gleich fauchend wegrennt, der wird eher adoptiert.

Quelle: Het Nieuwsblad, Ausgabe Ostende

P.S.: Bevor sich noch jemand ernsthaft die Zunge verknotet, ausgesprochen wird das als "Pusenknüffelars", wobei das 's' vorn stimmhaft ist, wie in 'schmusen'. :-) 

Freitag, 21. April 2017

Die sind doch wirklich nicht mehr zu retten!

Jetzt reißen sie allen Ernstes in Ostende das schöne Gebäude der Vismijn ab. Offenbar haben alle Proteste von Bürgervereinigungen, dass damit nicht wiedergutzumachender Schaden am Stadtbild angerichtet wird, nichts geholfen. Dienstag stand noch alles.

Ostende (B), 21.4.2017 - Pentax K-3, Sigma 10 - 20 mm

Donnerstag, 20. April 2017

Autofahrer, kommst Du nach Ashford

...dann mach einen weiten Bogen um den dortigen ASDA-Superstore. Der liegt mitsamt dem Kundenparkplatz auf einem Hügel, wo es fast immer ziemlich windig ist. Man muss sich am Automaten ein Parkticket ziehen und das aufs Armaturenbrett legen. Wenn man dann die Tür zumacht, kommt der Luftzug und dreht es um.

40 Pfund!!!

Auf anderen Parkplätzen in England sind diese Parkzettelchen auf der Rückseite leicht sticky. Aber warum sollten sie sich so ein schönes Geschäftsmodell kaputtmachen. Was für eine neue und innovative Nutzung der Windkraft.

Das ellenlange Kleingedruckte auf dem Strafzettel lässt schon erahnen, dass sich im Hintergrund eine Kanzlei typisch angelsächsischer Winkeladvokaten die Hände reibt. Wir haben eben zähneknirschend überwiesen.

ASDA selbst hat mit all dem natürlich nichts am Hut, weil sie den Parkplatz im Outsourcing betreiben lassen. Sie waren really sorry und das wars. Dafür haben sie jetzt einen Kunden weniger.

Montag, 17. April 2017

Für mehr Artenvielfalt...

...im Schilderwald. 

Waldam (62), 17.4.2017

Samstag, 15. April 2017

Naheliegend...

Dunkerque (59), 15.4.2017 - Pentax K-3, 18-135 mm

Ostern ist eine gute Zeit

Jedenfalls zum Fotografieren der Kanalfähren, denn dann ist die Winterüberholung noch nicht lange her. Der Anstrich ist sauber, der Rost kommt noch nicht wieder durch, und auch das Licht ist ordentlich.

Hier sehen wir die Calais Seaways, gestern Mittag in Calais.  

Pentax K-3, 55-300 mm - Calais (62), 14.4.2017

Freitag, 14. April 2017

Strippenzieher

Hier in Dünkirchen liegt der Kabelleger Ile d'Aix, der normalerweise in Calais beheimatet ist, seit einigen Tagen im Schwimmdock. 

Pentax K-3, 18-135 mm

Mittwoch, 12. April 2017

Bald Schluss bei Pentax?

Laut Nikkei plant Ricoh eine große Umstrukturierung, der auch das defizitäre Consumer-Kamerageschäft zum Opfer fallen könnte. Wirklich überraschend wäre das nicht, aber ausgesprochen ärgerlich. 

Nachtrag, 20.00 Uhr: Und schon gibt es von Ricoh ein halbherziges Dementi

Freitag, 7. April 2017

Aldi Talk in Belgien gibt auf

Gestern kam die SMS: zum 6. Juni stellt Aldi Talk in Belgien seinen Dienst für Mobiltelefonie und mobiles Internet ein. 

Hintergrund ist, dass auch in Belgien künftig keine SIM-Karten mehr ohne Identitätsnachweis verkauft werden dürfen. Bislang konnte man dort bei Aldi an der Kasse eine SIM-Karte kaufen, ohne dass jemand nach dem Wer und Woher gefragt hätte. Das waren dann auch ohne jeden Zufall die Karten, mit denen die belgischen Attentäter, die in den letzten beiden Jahren die Anschläge in Paris und Brüssel verübt haben, ihre Telefonate abgewickelt haben.

Alle früher verkauften Karten müssen nun bis Anfang Juni unter Vorlage eines Personalausweises registriert werden. Das ist laut Aldi in ihren Filialen nicht möglich. Wer's glaubt...

Wer eine Aldi-SIM hat und bei BASE die SMS vorzeigt, erhält, wenn er dort einen neuen Tarif bucht, ein Startguthaben von 15 Euro. Dumm nur, dass BASE kein entsprechendes Angebot hat. So können wir nur abwarten, was im Zusammenhang mit der Abschaffung der Roaming-Gebühren im Juni passiert.

Samstag, 25. März 2017

Weiter als der Mond

Das ist die Mole am Westhafen in Dünkirchen, am äußersten Ende des Clipon. 2006 konnte man noch völlig ungehindert mit dem Auto bis dahin fahren.

Heute ist dort das neue Methanterminal, ISPS-Bereich sowieso, es gibt mehrere Kilometer davor schon Schranken und Kontrollposten, und der Normalbürger kommt legal eher auf den Mond als dorthin.

Dunkerque (59), 2006 - Pentax LX, SMC-A 3.5/15 mm

Freitag, 24. März 2017

Ougrée: 3-Millionen-Coup am Hochofen

Wie sich angeblich erst jetzt herausgestellt hat, sind am stillgelegten Hochofen B in Ougrée zwischen 2011 und 2013 rund 400 bis 500 Tonnen Kupfer im Marktwert von 3 Millionen Euro abmontiert und gestohlen worden.

Es handelt sich dabei zur Abwechslung nicht um Elektrokabel, die eher einfach zu zerschneiden und abzutransportieren sind, sondern um die kupfernen Kühlplatten des Ofens, jede rund 2 Tonnen schwer und in Höhen bis zu 30 Meter über der Gießbühne montiert.

Den handwerklichen und logistischen Aufwand kann man sich kaum vorstellen. Sowas wirft man nicht, wie sonst üblich, mal eben über den Zaun und fährt es dann mit einem Mofa-Anhänger ab. Wer das gemacht hat, der hatte Zugang zu Kränen und konnte LKW zum Abtransport einsetzen. So geht man bei Arcelor auch davon aus, dass es interne Mitwisser und Helfer gegeben haben muss. 

Auch im Stahl- und Walzwerk in Chertal wird weiter fröhlich Buntmetall gestohlen. Dort sind es organisierte rumänische Banden, die unter anderem ein ganzes Unterwerk 'entkupfert' haben, das dummerweise noch gebraucht wird. Das darf Arcelor nun wieder instandsetzen. 

Das Foto stammt vom Februar 2007. Damals war der Ofen noch in Betrieb.

Quelle: La Libre

Dienstag, 14. März 2017

Here's to you Q!

Damit es hier nicht immer nur Nachrufe gibt: heute ist er 84 geworden und immer noch gut in Form. 

All the Best, Quincy!


Montag, 6. März 2017

Vor 30 Jahren: Herald of Free Enterprise

Heute vor 30 Jahren ist vor Zeebrugge die Fähre Herald of Free Enterprise gesunken. Dabei sind 193 Passagiere und Besatzungsmitglieder ums  Leben gekommen.

Zum Schiff und dem Unglück gibt es bei Wikipedia einen ausführlichen Artikel.

Letzte Woche hat BBC Radio 4 unter dem Titel Herald of Disaster ein Doku-Hörspiel zum Thema gesendet. Es kann auf der Website der BBC noch drei Wochen lang abgerufen werden.

Das Foto zeigt ihr Schwesterschiff, die Pride of Free Enterprise, hier bereits als Oleander der Transeuropa Ferries, 2009 im Schwimmdock in Dünkirchen.

Donnerstag, 2. März 2017

Ein iPad ist keine Navigationshilfe

Wenn wir in Calais und Dünkirchen unterwegs sind, ist Marinetraffic eine feine Sache. Man sieht genau, wo sich die Schiffe im Kanal und im Hafen befinden. Das hat mir schon zu manchem Foto verholfen.

Nur eins sollte man damit keinesfalls versuchen: ein Schiff auf See zu navigieren. Wie böse das ins Auge gehen kann, hat der Skipper der historischen Motoryacht Peggotty schmerzlich erfahren dürfen, als er sich am 19. Mai 2016 morgens früh in der Humber-Mündung im dichten Nebel auf sein iPad verlassen hat und mit dem Roro-Frachter Petunia Seaways kollidiert ist.

Das sowas ausgerechnet einem für diesen Bereich zugelassenen Lotsen auf einer privaten Tour passiert ist, macht alles nur noch schlimmer. Er und sein Passagier konnten zwar gerettet werden, aber seine Peggotty ist untergegangen und er darf sich einen anderen Job suchen.

Mehr dazu lesen wir im Untersuchungsbericht, den die britische Marine Accident Investigation Branch letztens veröffentlicht hat.

Donnerstag, 23. Februar 2017

Gerettet!

In Laos hat es einen Verkehrsunfall gegeben, bei dem zwei Mofas zusammengestoßen sind. Berichten zufolge hat es einige Leichtverletzte gegeben. Zum Glück ist gerade Königin Mathilde auf Unicef-Mission vorbeigekommen. Die ist sofort aus dem Auto gesprungen und hat sie alle gerettet.

Quelle: La Meuse

Montag, 13. Februar 2017

Heute ist Weltradiotag


Wie jedes Jahr feiern die Vereinten Nationen am 13. Februar den Weltradiotag. 

Das Foto zeigt natürlich etwas belgisches: Tuner und Vorverstärker der Firma Servo-Sound aus Brüssel, gebaut in den späten 60er Jahren. Dazu gehören noch zwei kleine Aktivboxen mit einer für diese Zeit und die geringe Größe erstaunlichen Klangfülle.

Donnerstag, 19. Januar 2017

Nachher, vorher...


So geht das, wenn man aktuelle Meldungen mit alten Archivbildern illustriert. Heute zu bewundern in der Voix du Nord. Man beachte das hierzublog schon bekannte Schild ganz rechts.

Dienstag, 10. Januar 2017

Geschichten aus dem real existierenden Kapitalismus (24)

Heute: Doch blöd!

In Belgien läuft seit einer Woche der Winterschlussverkauf, nicht nur für Textilien, sondern für alles und jedes. 

Dazu wirbt der Mediamarkt ("Ik ben toch niet gek!") in Flandern auf großen Plakaten mit den Gekste Solden, dem verrücktesten Schlussverkauf. Und verrückt ist der wahrhaftig. Denn aufmerksame Kunden haben schnell bemerkt, dass z.B. eine Nikon-DSLR von 2688,- auf 2897,- € "herabgesetzt" worden war. 

Von der Presse darauf angesprochen, hat ein Vertreter des Unternehmens eine reichlich verschwurbelte Erklärung abgegeben, die - mit Verlaub - eher blöd daherkommt.

Quelle: La Meuse

Samstag, 7. Januar 2017

Immer wieder erstaunlich

...was mit einer modernen DSLR in fast völliger Dunkelheit aus der Hand noch möglich ist. Und das mit Zeichnung von den Lichtern bis in die tiefsten Schatten. 

Calais (62), 7.1.2017 - Pentax K-3, smc DA 1.8/50 mm, ISO 800, 1/30 s bei f4.5

Freitag, 6. Januar 2017

Vlaanderen

So sieht es seit 1. Januar an der Grenze aus, wenn man von Dünkirchen über die alte Route Nationale 1 nach De Panne fährt. Damit auch dem letzten Hans und Fransman klar wird, in welchem Land er ankommt.

Einen Tag früher stand auf dem großen Schild noch oben België und in der Mitte 90.

Zum Anfang des neuen Jahres haben die Flamen im Alleingang auf ihren Landstraßen eine generelle Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h eingeführt. In der Wallonie gelten wie bisher 90 km/h.

So können sie jedenfalls auf dieses Schild statt België jetzt Vlaanderen schreiben. Den Rest kriegen sie früher oder später auch noch hin.

Montag, 2. Januar 2017

Tout confort

Tout confort heißt es in Frankreich, wenn etwas mit allem Komfort ausgestattet ist. Auch hier fehlt es an nichts, vom Kabelfernsehen über die Mikrowelle bis zur Küchenmaschine mit allem Zubehör. 

Und diese beiden gehören offenbar auch dazu, damit wir uns ganz wie zuhause fühlen. Sie sitzen morgens vor der Terassentür, wenn wir die Rollade hochziehen, und wenn wir abends wiederkommen, warten sie schon vor der Haustür.

Auf der Terasse steht ein Futterschälchen, das wohl von unseren Vormietern stammt, und wir haben natürlich gleich am ersten Tag Katzenfutter besorgt, damit es ihnen an nichts fehlt.

Nur ins Haus lassen wir sie nicht, so sehr sie es auch wollen. Unsere eigenen  Katzen zuhause sind reine Wohnungsmiezen und nur gegen Katzenschnupfen und -seuche geimpft, und den Kontakt zu Freigängern mit ungeklärtem Flohstatus meiden wir ohnehin.

Pentax K-3, smc DA 1.8/50 mm